gleichgültig

„So ist der Wahnsinn des Menschen des Himmels Sinn; und hat er alle sterbliche Vernunft durchlaufen, gelangt der Mensch zuletzt zu jenem himmlischen Denken, das dem Verstand absurd und verrückt erscheint, und fühlt sich dann im Guten wie im Schlechten unbeeindruckt, gleichgültig wie sein Gott.“

Herman Melville, Moby Dick

 

Gleichgültigkeit erscheint den Menschen schlimmer als der Hass. Besser ist es, wenn man jemanden hasst, als wenn er einem gleichgültig ist. Gleichgültigkeit vertragen sie nicht, weil sie es nicht kennen. Sie leugnen und verdrängen diesen Zustand.

Wir leben in einer polarisierten Welt. Man ist es gewohnt eine Seite anzunehmen, weil man komplett im Verstand ist. Wenn man aufhört zu bewerten, sich von beiden Polen löst, versucht der Verstand die Polung wiederherzustellen. So ist er programmiert, anders kann er nicht.

Der Welt zu sagen „Du bist mir egal! Ich würde dich opfern, wenn es sein müsste.“ erfordert eine ordentliche Portion Wahnsinns.

Nicht bewerten, das Geschehen einfach nur beobachten, egal was passiert. Ob die Welt zugrunde geht oder nicht. Sich nicht von dem Geschehen mitreißen zu lassen, kann man das wirklich? Schwierig. Im Kino fiebern wir auch mit, obwohl wir wissen, dass es nur ein Film ist…

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