Tun und Nichtstun

Ich fühle mich gespalten. Ein Teil von mir will Heldentaten vollbringen. Es will, dass im Leben ständig was aufregendes passiert. Ein anderes Teil, das unbekannte, tiefe Ich, will dagegen überhaupt nichts tun. Zumindest nicht aktiv. Nichtstun ist für eine Seite einfach unerträglich, für andere dagegen ist es ein Genuss.

Ich fühle mich wie in einer Blase. Ich bin drin und die Welt ist draußen. Hier drin fühle ich mich geschützt. Hier kann mir nichts passieren. Die Welt draußen passiert wie auf einer Leinwand. Ich verspüre irgendwie keine Zugehörigkeit. Ich beobachte das Geschehen regungslos. Ich ist vollkommen im Hier und Jetzt und habe kein Zeitgefühl mehr. Man lebt einfach den Moment, ohne Erwartungen.

Im Nichtstun passiert wirklich was. Da ist man echt. Das heißt aber nicht, dass man den ganzen Tag auf der Couch rumliegt und wirklich nichts mehr macht. Man lenkt den Fokus auf Nichtstun. Man lenkt den Fokus auf den Beobachter. Wenn es gelingt, dann erscheint das Ego wie eine Spielfigur auf der Leinwand. Man spaltet sich ab. Man existiert doppelt. Einmal als das normale Ich, Ego und als unbekannter Beobachter. Aus irgendeinem Grund weiß er nicht wer er wirklich ist und denkt er wäre diese Spielfigur. Mann kann den Fokus wieder auf das Ego konzentrieren und dann spürt mann, dass man beobachtet wird. Diese Perspektiven finde ich sehr interessant.

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