Grasslhöhle von Untersberg

Fortsetzung. Hier gehts zum Teil 1.

Am nächstem Morgen bin ich nach einem erholsamen Schlaf um sieben Uhr aufgestanden. Habe Kleinigkeit gegessen und mich auf den Weg nach Fürstenbrunn gemacht. Ich konnte raus herausfinden, warum bei meinem Smartphone die Navigation nicht funktioniert hat. Es war nur ein Kontaktproblem und ich konnte es schnell beseitigen. Mit Navigation konnte ich ganz entspannt fahren. Der Weg war zum Schluss sehr eng und es war abenteuerlich, wenn ein Auto entgegen kam.

Ich wusste nicht wo der Zugang zum Berg war und fuhr intuitiv in Richtung Wald. Irgendwann bin ich am am Untersberg Museum angekommen und gesehen, dass nebenan ein Weg hoch in den Wald führt. Dort habe ich geparkt, den Rucksack mitgenommen und gleich losmarschiert. Am Museum stand eine lustige kleine Kapelle, in der kaum zwei Personen Platz finden. Die Tür war zu und ich konnte nur durchs Fenster reinschauen. Dann bin ich Richtung Wald gelaufen. Mir kam eine Fütterungsstelle entgegen. In der Fütterungszeit von November bis April war der Weg gesperrt. Weiter oben stand eine alte Holzhütte. Neben ihr war eine Hölle, die umzäumt war. Ich habe reingeleuchtet. Sie war nicht besonders tief und ich konnte unten auch kein Gang erkennen. Dann kam mir ein altes Wasserwerk am Bach entgegen. Es war in einem sehr gutem Zustand und wahrscheinlich noch im Betrieb. Weiter oben habe ich die Grasslhöhle entdeckt. Sie war nicht besonders tief. Dafür aber feucht und rutschig. Man konnte sich nicht auf den Boden setzen, denn dieser war aus aufgeweichtem Lehm. Diese Höhle gilt als Kraftplatz und sie hat auf mich beruhigend und energetisierend gewirkt. Ich war ganz allein dort und so konnte ich ungestört eine halbe Stunde drin verbringen. Es war Freitag zehn Uhr morgens. In der Mitte befand sich ein großer Stein, auf dem viele Gegenstände lagen und eine Kerze brannte. Angeblich werden diese Gegenstände energetisiert und man kann sie gegen mitgebrachte tauschen. Ich fand in meinem Rucksack ein Stein, den wahrscheinlich meine Tochter am Rhein gesammelt hat. Ich hab ihn hingelegt und wollte einen schönen Stein mitnehmen. Dann habe ichs mir doch anders überlegt und einen kleinen Stein von der Höhlendecke abgemacht.

Die Grasslhöhle war mir zu wenig und ich hatte noch viel Zeit. So ging ich den Pfad rechts neben der Höhle hoch. Es kam mir ein Felsenmeer entgegen. Wahrscheinlich war ein alter Steinbruch dort oben. So war es auch, als ich die Steinen hock geklettert bin. Es waren riesige Ausschnitte in den Felsen. Aber wie wurden die Steine transportiert? Ich habe dann alte Schienen entdeckt. Meine Wanderung schien mir immer interessanter zu werden. Ich folgte den Schienen, aber irgendwann war der Weg mit dem Zaun versperrt, auf dem ein Verbotsschild hing. Recht neben dran war eine alte verrostete Hängebrücke, die kein Boden mehr hatte. Die zu benutzen schien einfach nur mörderisch. Ich weiß nicht warum, aber ich bin einfach auf diese Brücke drauf. Es war sehr beängstigend auf einer kaputten Hängebrücke über der Schlucht zu hängen. Irgendwie hab ich es dann auf die andere Seite geschafft. Zu meinem Stauen war der Weg wieder mit einem Zaun versperrt. Warum sperrt man die Brücke nicht auch auf der anderen Seite? Ich wollte nicht mehr zurück auf die Brücke und so musste ich über den Zaun klettern.

Der Weg führte im Zickzack nach oben, zum neuen Steinbruch. Zum Glück hat dort niemand gearbeitet. Die Höhlen und große Maschinen sahen beeindruckend aus. Mehr gabs dort nicht zu sehen und ich wollte mich schon auf den Rückweg machen. Zufällig habe ich wieder ein Pfad entdeckt, der nach oben in die Berge führte. Ich konnte nicht der Kraft widersetzen, die mich hingezogen hat. Das habe ich dann auch nicht bereut. Ich befand mich plötzlich mitten in der Natur. Das Bild war einfach unbeschreiblich! Ich stand am Bach und außerum waren Felsen und viele Bäume. Das Wasser im Bach war kühl und sehr sauber. Immer wieder habe ich mir das Gesicht gewaschen. Ich kletterte den Bach hoch. Irgendwann wurde der Berg immer steiler und es war kein Ende in Sicht. Plötzlich hörte ich laute Tierstimmen, vermutlich waren es die Bergziegen. Ich fand, dass ich hoch genug war und habe dann angefangen runter zu steigen. An der Grasslhöhle angekommen, habe ich mich wieder drin ausgeruht. Ich weiß nicht ob das eine Einbildung war, aber ich fühlte mich sehr gut! Leider gabst dort nichts mehr zu entdecken und so bin ich wieder zum Auto zurückgekehrt.

Der Weg heim war wieder voller Staus und zuhause angekommen konnte ich wegen dem Muskelkater fast nicht mehr aus dem Auto aussteigen. Ich werden nach mehr interessanten Orten am Untersberg schauen und vielleicht mal wieder hinfahren…

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