Existenzschmerz

Ich habe mir vor kurzem einen Film angesehen. Es ging um einen Mann, der sich irgendwo in der Wüste mit dem Auto verfahren hat und dann stehen geblieben ist. Alle seine Bemühungen, den Weg wieder zu finden, sind gescheitert. Im Laufe des Films hat sich rausgestellt, dass er Drogenkurier war und sich unter Drogen befand. Er wurde von der Drogenmafia entdeckt und hingerichtet. Kurz vor seinem Tod hat er zum „Gott“ gesagt: „vergib mir, ich habe mich verirrt“.

Dieser Film hat in mir starke Gefühle hervorgerufen. Ich nenne das mal „Existenzschmerz“. Der war kaum auszuhalten. Wenn man ihn aber voll zulässt, gelangt an die Quelle dieses Schmerzes, die irrtümlich für Gott gehalten wird. Wenn man die Quelle erkennt, dann erkennt man auch was man selbst ist, eine Marionette. Man löffelt hier „unten“ das aus, was die Quelle sich da „oben“ ausgesucht hat.

Das Leben ist ein Leiden und das Leiden ist gleichzeitig ein Genuss. Man genießt das Leiden und man leidet, weil man es genießt. Was für ein Teufelskreis!

Mein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir,
was mich hindert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
gib alles mir,
was mich fördert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen dir.

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