Der verkrüppelte Schmetterling

Ein Mann beobachtete, wie ein Schmetterling durch die schmale Öffnung seines Kokons zu schlüpfen versuchte und sich dabei abmühte. Lange kämpfte der Schmetterling. Schließlich bekam der Mann Mitleid, holte eine kleine Schere und öffnete damit ganz vorsichtig etwas den Kokon, sodass sich der Schmetterling leicht selber befreien konnte.

Aber was der Mann da sah, ließ ihn erschrecken. Der Schmetterling war ein Krüppel. Er konnte nicht richtig fliegen, stürzte immer wieder ab. Auch auf seinen Beinen konnte er sich nicht halten.

Der Mann erzählte einem Freund davon und wie er dem Schmetterling geholfen hatte. Der Freund antwortete ihm: „Das war ein großer Fehler, du hättest ihm nicht helfen dürfen. Du hast den Schmetterling zu einem Krüppel gemacht.“

Der Mann wollte dies nicht glauben. Der Freund fuhr fort: „Durch die schmale Öffnung im Kokon ist der Schmetterling gezwungen, sich durchzuzwängen. Erst dadurch werden seine Flügel aus dem Körper gepresst und können sich dann entwickeln. Und deshalb kann er richtig fliegen, wenn er es aus seinem Kokon geschafft hat.“

Der Mann wurde nachdenklich.

„Weil du ihm den Schmerz und die Anstrengung ersparen wolltest, hast du ihm zwar kurzfristig geholfen, aber für sein Leben nichts Gutes getan – im Gegenteil!“

Autor unbekannt

 

 

Auf meinem spirituellen Weg (der am Anfang voller Verzweiflung war) bin ich auf einen weisen Mann gestoßen, den ich bald mit voller Begeisterung zu meinem Lehrer erklärt habe.

Ich habe Kontakt zu ihm aufgebaut und habe erwartet, dass er mir hilft. Seine Hilfe war zu meiner Enttäuschung eher dürftig. Ich konnte nicht verstehen, warum er mir nicht so richtig helfen wollte.

Jetzt ist mir klar, dass er das Richtige getan hat, in dem er nichts getan hat. Er hat mir nur den Weg gezeigt und diesen musste ich selbst beschreiten. Diese Erfahrung kann mir keiner abnehmen.

„Das letzte Hemd hat keine Taschen“. Alles was man aus dieser Welt mitnehmen kann, sind Erkenntnisse und Erfahrungen. Ich versuche so viel wie möglich davon zu sammeln!

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Träumer

„Sie sind die Architekten des Großartigen; ihre Vision liegt in ihren Seelen; sie schielen durch die Schleier und Nebel des Zweifels und durchstoßen die Wände der ungeborenen Zeit. Das angetriebene Rad, das Gleis aus Stahl, die sich drehende Schraube, sind wie Schiffchen im Webstuhl, auf dem sie ihre magischen Teppiche weben. Erschaffer von Reichen, sie haben um größere Dinge als Kronen und höhere Sitze als Throne gekämpft. Eure Häuser sind auf dem Land gebaut, das ein Träumer gebaut hat. Die Bilder auf den Wänden sind Visionen aus der Seele eines Träumers. Sie sind die wenigen Auserwählten – die Wegbereiter. Wände bröckeln und Reiche fallen; die Welle der Gezeiten rauscht aus dem Meer und reißt die Festung von ihren Felsen. Die zerfallenden Nationen beugen sich dem Lauf der Zeit, und nur das, was von Träumern erschaffen wird, lebt weiter.“

-Herbert Kaufman

Reines Bewusstsein

Ich habe mich ins Bett gelegt und Meditationsmusik mit dem Kopfhörer angehört. Nach einiger Zeit war ich total entspannt und dann konnte ich plötzlich meinen Körper nicht mehr bewegen. Es war eine Körperstarre. Danach ist der Körper ganz verschwunden. Es war alles bläulich-weiß um mich herum. Ich war reines Bewusstsein. Ohne Körper, ohne Gefühle, ohne Angst, Mangel und Erwartungen. Es gab nur Zufriedenheit und Glückseligkeit. Ich war voll bewusst, es war keine Erinnerung an einen Traum und ich konnte dabei ganz normal denken. So wie im Alltag, nur ohne den Alltag. Nachdem die Musik aufhörte, war ich plötzlich wieder zurück in meinem Körper. Das war eine sehr schöne Erfahrung.

Mayas Konsumschleier

Vergnügen, Kleidung, Autos, Elektronik, Reisen. Es gibt so viele schöne Dinge in dieser Welt. Ich beobachte, wie die Menschen sich mit den Sachen beschäftigen und dann beschäftigen sie sich mit den Problemen, die damit verbunden sind. Die Menschen sind so beschäftigt, dass sie es gar nicht merken, wie sie in den Konsum rein gezogen werden.

Bei mir ist es genau so. Ich kann es spüren, wie die Mayas Schlinge sich um meinen Hals legt. Ich verspüre sofort den Drang etwas neues besitzen zu wollen und fange damit an, mich mit der Sache zu beschäftigen. Wenn ich mich dagegen wehre, wird die Schlinge enger gezogen und ich bekomme fast keine Luft mehr.

Man ist so von der Maya fasziniert, dass man ihr Trick gar nicht bemerkt. Trotzdem macht man das freiwillig, aus dem freien Willen. Man lässt sich selbst täuschen.

In letzter Zeit habe ich alle Sachen, die ich nicht mehr brauche, verkauft, verschenkt oder weggeschmissen. Weniger zu besitzen erleichtert mich jetzt. Ich habe endlich wieder mehr Luft zum Atmen und die tägliche Meditation hilft mir, den Zustand der Zufriedenheit zu halten.

Men in Black

Gestern habe ich mich zum Meditieren hingelegt, Meditationsmusik angemacht und die Augen geschlossen. Sofort konnte ich 2 oder 3 Personen mit Anzügen vor meinem Bett wahrnehmen. Sie waren männlich, aber nicht menschlich, mit starren Gesichtern. Sie waren einfach da gestanden und haben mich beobachtet. Das war nur ein ganz kurzer Augenblick, in dem ich sie wahrgenommen habe.

Ich frage mich wer das war und was sie wollten. Angst hatte ich keine, weil sie nicht physisch da waren. Wenn, dann habe ich sie auf einer anderen Ebene gesehen.

Matrix-Tunnel

Vor kurzem hatte ich einen Traum, in dem ich mit mehreren Personen unterwegs war. Wir haben fröhlich miteinander erzählt und die Stimmung war gut. Ich kann mich aber nicht erinnern, wer diese Personen waren, worüber wir gesprochen haben und in welche Richtung wir gelaufen sind. Ich weiß nur, dass wir uns zwischen überirdischen Tunneln befanden. Diese waren mit dem Stacheldraht gesichert, so dass man durch den Tunnel laufen musste und aus diesem nicht ausbrechen konnte. Mir viel auf, dass das Gelände sehr sauber war, wie in einem Computerspiel.

Ich habe ganz genau gewusst, was sich im Tunnel befand. Es war eine Realitätssimulation. Es war ein Spiel. Wenn man sich dafür entschieden hat dieses Spiel zu spielen (aus welchen Gründen auch immer), dann musste man bis zum Schluss kommen. Man konnte das Spiel nicht abbrechen.

Jeder von uns befindet sich in so einem Matrix-Tunnel, spielt sein Spiel und denkt es wäre real. Manche nennen es auch Realitätsblase.

Gedankenstille

Heute Mittag habe ich Gedankenstille geübt. Ich habe mich ins Bett gelegt und Meditationsmusik gehört. Nach einiger Zeit befand ich mich plötzlich auf auf einem Bett meditierend sitzen. Mir gegenüber saß eine Frau, die ebenfalls meditiert hat. Ich habe ihr Gesicht direkt vor meinem gesehen. Ihre Augen waren geschlossen. Das hat nur einen kurzen Moment gedauert und im nächsten Moment befand ich mich wieder in meinem Bett. Ich konnte es spüren, wie ich in meinen Körper zurückgezogen wurde.

In dieser Gedankenpause, die sehr kurz ist, kann man die Wirklichkeit sehen. In dieser Zeit ist der Verstand ausgeschaltet, der sonst diese Wirklich filtert und verzerrt. Es ist sehr schwer Gedanken loszuwerden. Sie werden regelrecht in mich reingepresst. Meistens werde ich müde, wenn ich es versuche, oder ich vergesse einfach, dass ich „nicht denken“ wollte.