Schwarzes Loch

Schon seit mehreren Monaten fühle ich mich wie in einem schwarzen Loch. Ich weiß nicht mehr weiter. Irgendwie fühle ich mich so, als ob ich am Ende angelangt bin. Ich will nicht mehr weiter, ich bin einfach nur fertig. Ich habe nichts mehr vor. Das ist das innere Wissen, dass mich nichts mehr erwartet.

Mein größter Wunsch wäre aus diesem Traum aufzuwachen, in dem ich mich befinde. Jeden gottverdammten Morgen wache ich auf, werde mir bewusst wo ich mich gerade befinde und denke: „fuck, ich bin immer noch da!“ Wie in dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Nur manchmal ist es nicht zum Lachen.

Vor kurzem habe ich mir den Film „The Zero Theorem“ mit dem Christoph Waltz angeschaut. Es ging darum, dass ein Computergenie für eine Computerfirma den Sinn des Lebens knacken sollte. Unzufrieden mit seinem Leben hat er auf den Anruf gewartet, der ihm den Sinn des Lebens mitteilen sollte. Sein Gesundheitszustand hat sich verschlechtert und er träumte vom schwarzen Loch. Zum Schluss ist er in dieses Loch gefallen und ist dann allein auf einsamer Insel gelandet.

Sofort habe ich mit dem Hauptdarsteller  identifiziert. Ich war praktisch er. Ich warte auch auf die Stimme die mir sagt wie es weiter gehen soll. Ich höre auch ständig die Antwort, klar und deutlich: „Geduld, Geduld, Geduld…“

Angst vor mir selbst

Es war ungefähr vor drei Jahren. Wie jeden Morgen bin ich aufgestanden um zur Arbeit zu fahren. Im Bad habe ich in den Spiegel geschaut und dabei große Angst von dem bekommen, was ich sah. Ich sah eigentlich nichts besonderes, nur mich selbst. Trotzdem hat meine Erscheinung in mir panische Angst ausgelöst. Es war reine Angst, ich wusste nicht was los war. Dann habe ich meine Sachen gemacht ohne dabei in den Spiegel zu schauen und bin dann aus dem Bad raus gegangen. Seit dem hat es sich nicht mehr wiederholt.

Flug über einem fremden Planeten

Vor kurzem habe ich meditiert und dabei plötzlich folgendes gesehen. Ich habe fensterlose Gebäude überflogen. Das war aus der Vogelperspektive. Diese Gebäuden waren rötlich die ganze Gegend war ebenso rötlich, trocken und tot. Das war aber kein klares Bild, es war etwas durchsichtiges und gitterartiges dazwischen. Vielleicht habe ich den Flug über einem fremden Planeten aus dem Fenster beobachtet? Das ist nicht so einfach zu interpretieren.

Ohnmacht

Seit einiger Zeit fühle ich mich antriebslos, total ausgesaugt. Ich lebe in den Tag hinein, gehe Arbeiten, erledige Sachen, fahre Fahrrad, unternehme was mit der Tochter. Es hat sich nichts verändert, nur die Begeisterung ist irgendwie verschwunden. Wenn ich über etwas nachdenken will, kommt auch nichts. Ich habe auch keine Lust mein Zustand zu beschreiben, ich muss mich dazu zwingen. Ich fühle mich leer. Es ist nicht gut und nicht schlecht. Es ist wie es ist.

Ich weiß nicht was als nächstes kommt…

Perfekter Tag zum Sterben

Heute Mittag war ich wie so oft mit dem Fahrrad im Wald unterwegs. Es war frisch und sehr neblig. In Verbindung mit gefallenen Blättern sah die Kulisse mystisch aus. Ich wollte den Wald gar nicht mehr verlassen, so schön fand ich es dort. Am liebsten hätte ich mich hingelegt und wäre eingeschlafen. Im Kopf kam nur der Gedanke: „Es wäre ein perfekter Tag zum Sterben“. In diesem Moment hatte ich keine Verbindung mehr zu dieser Welt.

Der Herr ist mein Hirte

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

-Psalm 23

    Welcher Herr ist da wohl gemeint? Doch nicht der allgemeiner Schöpfer. Er kann nicht für jeden gleichzeitig da sein. Damit ist der persönliche Gott gemeint, das höhere Selbst. Das ist offensichtlich und der Vergleich mit dem Hirte passt perfekt in damalige Zeit.
    Nur das höhere Selbst weiß wohin die Reise geht, es hat den gesamten Überblick. Man kann dem Weg folgen oder es sabotieren. Es bleibt jedem selbst überlassen.