Das beste Gebet

„Ich bin Eins mit dem Universum. Ich bin verantwortlich für die Umstände und Konsequenzen meines Lebens. Ich bin der Schöpfer meiner eigenen Realität. Ab Jetzt und für alle Zeit denke ich ausnahmslos an die Dinge, die ich erschaffen und empfangen will. Mein Leben und mein Selbstbild sind das Produkt meiner Gedanken. Durch diese Erkenntnis vergebe ich allen Menschen und mir selbst.“

Kevin Kunert – The Missing Link

Gedankenstille

Heute Mittag habe ich Gedankenstille geübt. Ich habe mich ins Bett gelegt und Meditationsmusik gehört. Nach einiger Zeit befand ich mich plötzlich auf auf einem Bett meditierend sitzen. Mir gegenüber saß eine Frau, die ebenfalls meditiert hat. Ich habe ihr Gesicht direkt vor meinem gesehen. Ihre Augen waren geschlossen. Das hat nur einen kurzen Moment gedauert und im nächsten Moment befand ich mich wieder in meinem Bett. Ich konnte es spüren, wie ich in meinen Körper zurückgezogen wurde.

In dieser Gedankenpause, die sehr kurz ist, kann man die Wirklichkeit sehen. In dieser Zeit ist der Verstand ausgeschaltet, der sonst diese Wirklich filtert und verzerrt. Es ist sehr schwer Gedanken loszuwerden. Sie werden regelrecht in mich reingepresst. Meistens werde ich müde, wenn ich es versuche, oder ich vergesse einfach, dass ich „nicht denken“ wollte.

Intensive Realität

Wenn ich mich zu früher vergleiche, dann merke ich,dass meine Sinne schärfer geworden sind. Ich sehe, höre, rieche und schmecke intensiver als früher. Ich fühle mich insgesamt wacher. Die Menschen aussenrum scheinen diese Intensität nicht zu kennen. Die sind mit dem Alltag und den Problemen beschäftigt, die unwichtig sind. Ich sehe keine Begeisterung. Nur Zorn, Unzufriedenheit und Kurzsichtigkeit.

Schwarzes Loch

Schon seit mehreren Monaten fühle ich mich wie in einem schwarzen Loch. Ich weiß nicht mehr weiter. Irgendwie fühle ich mich so, als ob ich am Ende angelangt bin. Ich will nicht mehr weiter, ich bin einfach nur fertig. Ich habe nichts mehr vor. Das ist das innere Wissen, dass mich nichts mehr erwartet.

Mein größter Wunsch wäre aus diesem Traum aufzuwachen, in dem ich mich befinde. Jeden gottverdammten Morgen wache ich auf, werde mir bewusst wo ich mich gerade befinde und denke: „fuck, ich bin immer noch da!“ Wie in dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Nur manchmal ist es nicht zum Lachen.

Vor kurzem habe ich mir den Film „The Zero Theorem“ mit dem Christoph Waltz angeschaut. Es ging darum, dass ein Computergenie für eine Computerfirma den Sinn des Lebens knacken sollte. Unzufrieden mit seinem Leben hat er auf den Anruf gewartet, der ihm den Sinn des Lebens mitteilen sollte. Sein Gesundheitszustand hat sich verschlechtert und er träumte vom schwarzen Loch. Zum Schluss ist er in dieses Loch gefallen und ist dann allein auf einsamer Insel gelandet.

Sofort habe ich mit dem Hauptdarsteller  identifiziert. Ich war praktisch er. Ich warte auch auf die Stimme die mir sagt wie es weiter gehen soll. Ich höre auch ständig die Antwort, klar und deutlich: „Geduld, Geduld, Geduld…“

Angst vor mir selbst

Es war ungefähr vor drei Jahren. Wie jeden Morgen bin ich aufgestanden um zur Arbeit zu fahren. Im Bad habe ich in den Spiegel geschaut und dabei große Angst von dem bekommen, was ich sah. Ich sah eigentlich nichts besonderes, nur mich selbst. Trotzdem hat meine Erscheinung in mir panische Angst ausgelöst. Es war reine Angst, ich wusste nicht was los war. Dann habe ich meine Sachen gemacht ohne dabei in den Spiegel zu schauen und bin dann aus dem Bad raus gegangen. Seit dem hat es sich nicht mehr wiederholt.

Flug über einem fremden Planeten

Vor kurzem habe ich meditiert und dabei plötzlich folgendes gesehen. Ich habe fensterlose Gebäude überflogen. Das war aus der Vogelperspektive. Diese Gebäuden waren rötlich die ganze Gegend war ebenso rötlich, trocken und tot. Das war aber kein klares Bild, es war etwas durchsichtiges und gitterartiges dazwischen. Vielleicht habe ich den Flug über einem fremden Planeten aus dem Fenster beobachtet? Das ist nicht so einfach zu interpretieren.

Ohnmacht

Seit einiger Zeit fühle ich mich antriebslos, total ausgesaugt. Ich lebe in den Tag hinein, gehe Arbeiten, erledige Sachen, fahre Fahrrad, unternehme was mit der Tochter. Es hat sich nichts verändert, nur die Begeisterung ist irgendwie verschwunden. Wenn ich über etwas nachdenken will, kommt auch nichts. Ich habe auch keine Lust mein Zustand zu beschreiben, ich muss mich dazu zwingen. Ich fühle mich leer. Es ist nicht gut und nicht schlecht. Es ist wie es ist.

Ich weiß nicht was als nächstes kommt…